Besuchen Sie auch unsere Nachbarorte:
Ihre Anreise nach Ischgl:
:
:

Geschichte von Ischgl

Der Kulturwanderweg Fimba
Wann erstmals eines Menschen Fuß das Fimbatal betreten hat, ist unbekannt. Jedoch spätestens seit dem 10. Jh. n. Chr. drangen Rätoromanen aus dem Unterengadin ins Fimbatal und nach Ischgl vor. "Im Jahre 930 schenkte Kaiser Heinrich I. die Pfarre Sins mit all ihren Gutern und Rechten dem Pfarrer Florinus zu Remus der im Jahre 956 verstarb und später heiliggesprochen wurde. Zur Pfarre Sins gehörte damals schon Ischgl."

Die Rätoromanen
Die Rätoromanen waren auf der Suche nach Sommerweideplätzen über den Cuolmen dFenga (=Fimbapaß, 2.608 m) ins Fimbatal und nach Ischgl gekommen. Wie uns schon der röm. Schriftsteller Plinius (23 bis 79 n. Chr) berichtet, waren die Räter, unter welchem Sammelnamen die Römer die im Tiroler, Vorarlberger und Bündner Raum hausenden Stämme zusammenfassten, tüchtige Viehzüchter.

Die Germanisierung...
Während das Unterengadin seine rätoromanische Sprache und kulturelle Eigenart zu bewahren vermochte, erlag das Oberpaznaun den germanischen Einflüssen.

1319 ließen sich in Galtür die Walser nieder. Sie waren aus dem oberen Wallis ausgewandert und über Graubünden, Vorarlberg und das Zeinisjoch ins oberste Paznaun gekommen. Der Siedlungskraft der deutschsprachigen Walser erfüllte bald das Oberpaznaun. Später sorgten die Bajuwaren, die seit dem 12. Jh. taleinwärts siedelten, für die endgültige Germanisierung.

Die "Gföllschlucht" am Eingang ins Paznaun erschwerte mit ihrem natürlichen Riegel lange Zeit den Eingang ins Tal. Im Paznaun erfolgte deshalb die Besiedlung hauptsächlich über die Jöcher der umliegenden Berge. Die ersten Siedler von Ischgl waren Rätoromanen aus Sins (heute Sent) im Unterengadin. Pfarr- und Gerichtszugehörigkeit erstreckte sich daher über den Kamm der Samnaun- und Silvrettagruppe. Ischgl gehörte zur Pfarre Sins und zum Gericht Naudersberg. Auf Grund der merkwürdigen Besiedlungsgeschichte fand ein reger Jochverkehr zwischen dem Oberpaznaun und dem Unterengadin statt...

:
: